prof. dr. johannes ludwig,  berlin und hamburg

 

Das Dokumentationszentrum www.ansTageslicht.de (Kurzform: DokZentrum ansTageslicht.de) existiert seit 2004 und ist ein nachhaltiges Projekt, das in Lehre und Forschung eingebunden ist. Die Domainadresse steht für das Konzept: gesellschaftlich relevante Themen und Informationen, insbesondere auch ausgezeichnete Recherchen, Geschichten und Reportagen ans Tageslicht zu bringen, die sonst nicht bekannt oder (wieder) in Vergessenheit geraten würden. Und dabei relevante Zusammenhänge erklären, was viele Medien nicht machen.


Das DokZentrum arbeitet dabei mit mehreren Partnern zusammen:

  • der Stiftung "Freiheit der Presse" in Bad Vilbel, die den "Wächterpreis der Tagespresse" auslobt
  • dem Whistleblower Netzwerk e.V. in Köln (www.whistleblower-net.de)
  • dem Freien Russisch-Deutschen Institut für Publizistik (FRDIP) an der Fakultät für Journalismus der Lomonosov-Universität Moskau (Projektskizze)
  • sowie Journalisten, Redaktionen und Medien, aber auch NGO's

Zwei Dinge stehen dabei im Vordergrund der Arbeit:


  • die lückenlose Dokumentation der Recherchen, Geschichten und Reportagen im Original sowie deren einfache Zugänglichkeit über das Internet
  • die Rekonstruktion, wie es zu den Recherchen und Geschichten gekommen ist und wie sie sich weiterentwickeln. Konkret geht es um die (Hintergrund)Fragen
    • wie ist ein Thema oder Skandal überhaupt entstanden?
    • wie sind die Medien an diese Informationen gekommen (Informanten, Whistleblower)?
    • wie liefen die Recherchen?
    • wer sind die Akteure?
    • wie geht die Geschichte weiter und was verändert sich?
    • was kann man selbst in einer solchen Situation tun?

Eine Übersicht über alle Geschichten und Themen, sortiert nach unterschiedlichen Themenbereichen findet sich unter www.ansTageslicht.de/themen.html

Dabei wollen wir immer auch zeigen, welche Bedeutung Whistleblower und Informanten bei solchen Themen und Geschichten haben. Denn nur durch sie kommen viele Dinge erst ans Tageslicht.

„Whistleblower“ sind Menschen, die Alarm schlagen, wenn sie sehen, dass etwas schief läuft – also auf Probleme, Missstände, Risiken und Gefahren hinweisen. Und zwar rechtzeitig, also bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist. Sie laufen in Deutschland Gefahr, ihren Arbeitsplatz und damit ihre Existenz zu verlieren.

Wenden sich solche Menschen hingegen an die Medien und wird ihr Anliegen dort ernst genommen, nennt man sie „Informanten“. Dann sind sie rechtlich geschützt: durch das sog. Redaktionsgeheimnis (Informantenschutz). Allerdings greifen die Medien nicht jedes Thema oder Missstand auf.

Diese juristische, aber auch in der öffentlichen Wahrnehmung und Akzeptanz völlig unterschiedliche Behandlung ist nicht zielführend, wenn man Probleme lösen, Missstände abbauen und illegale Praktiken vermeiden möchte oder darauf setzt, rechtzeitig auf Risiken und Gefahren aufmerksam gemacht zu werden. Denn nicht jeder geht Risiken ein, die seine Existenz bedrohen (können). Auch aus diesem Grund beschäftigt sich das DokZentrum ansTageslicht.de mit dieser Problematik. Der Betreiber dieser Site ist zudem im Vorstand des Whistleblower-Netzwerks engagiert.

Zu dieser Thematik finden sich unter der Domain www.informanten.org Hinweise und Tipps, wie man - ohne sich dabei zu gefährden - Informationen an die Medien geben kann, wenn diese für die Öffentlichkeit von Belang sind. Hinweise für Whistleblower allgemein unter www.whistleblowerinfo.de. Alle diese Links führen ebenfalls ins DokZentrum ansTageslicht.de.

Zur Startseite des DokZentrums ansTageslicht.de geht es hier.

Organisatorisch ist das DokZentrum als Kooperation zwischen der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) und Partnern aus dem Medienbereich angelegt. Die Einbindung in die Lehre und Forschung einer Hochschule kann dabei 3 Dinge garantieren:

  • die Aktualität der Wissensstandes: Welche Rolle spielen die Medien bei der Entstehung und/oder Aufarbeitung von Affären/Skandalen oder Veränderungen ganz allgemein?
  • die pragmatische Vermittlung und Anwendbarkeit solcher Erkenntnisse. Z.B. die Frage: Wie wichtig sind Whistleblower/Informanten?
  • die Unabhängigkeit einer solchen Dokumentation von allen externen Interessen, auch jenen der aufdeckenden Medien selbst